Montag, 16. Oktober 2017

Jodi Picoult: Kleine große Schritte

Inhaltsangabe des Verlages:
Ruth Jefferson ist eine ausgezeichnete und erfahrene Säuglingsschwester im Mercy-West Haven Hospital in Connecticut. Als sie eines Tages ein Neugeborenes versorgen will, verbietet es ihr die Klinikleitung. Die Eltern des Babys gehören einer rechtsradikalen Vereinigung an, und Ruth ist schwarz. Doch der kleine Junge bekommt Atemnot, während Ruth als Einzige auf der Station Schicht hat. Was soll sie nun tun? Sie zögert nur kurz und folgt ihrem Gewissen doch der Säugling stirbt. Der Vater, Turk, zieht Ruth vor Gericht und beschuldigt sie, verantwortlich für den Tod seines Sohnes zu sein. Ihre Pflichtverteidigerin Kennedy verfolgt eine rationale Strategie, doch das Thema ist emotional so aufgeladen, dass sie damit nicht weiterkommt. Aber Ruth will nicht aufgeben und für ihren Freispruch kämpfen.



Ich habe "Kleine große Schritte" von Autorin Jodi Picoult als Hörbuch gehört. Gelesen wird es von drei Sprechern (Beate Rysopp, Frank Stieren und Svenja Pages) die für die Figuren Ruth, Turk und Kennedy stehen. Mir haben alle drei Sprecher sehr gut gefallen, sie verkörpern ausgezeichnet ihre jeweiligen Figuren und harmonieren gut miteinander.
Die Autorin hat sich hier dem Thema Alltagsrassismus angenommen. Es ist ein wichtiges Thema und sicherlich eines, dass noch mehr Beachtung in der Literatur finden müsste. Hier geht es zwar speziell um Afro-Amerikaner, aber zu großen Teilen, lässt sich dies auch auf jedes andere Land, jede Kultur und Gesellschaft übertragen. Die Hauptfigur Ruth Jefferson hat sich Jahrzehnte lang bemüht unauffällig zu sein und sich möglichst gut zu integrieren und in einer Welt in der die Weißen in der Überzahl sind, nicht aufzufallen. Sie hat es zu beruflichem Erfolg gebracht, ein Haus in einer guten Gegend gekauft und einen Sohn großgezogen der zu den Jahrgangsbesten seiner Schule zählt. Doch all das ist nicht genug an dem Tag, als die Eltern eines neugeborenen Babys bestimmen, dass keine Person afro-amerikanischer Abstammung ihren Sohn berühren darf und Ruths Vorgesetzte beschließt sich dem zu beugen. Von diesem Moment an, kann es Ruth nicht mehr richtig machen, denn als das Kind in Not gerät, hat sie die Wahl sich ihrer Vorgesetzten zu widersetzen oder gegen ihren beruflichen Ethos zu handeln.
Was mich an "Kleine große Schritte" fasziniert hat, ist weniger die Schilderung des Alltagsrassismus den Ruth durchlebt, sondern vielmehr wie es die Autorin schafft dem vermeintlich unvoreingenommenen Leser vor Augen zu führen, wie sehr Rassismus verwurzelt ist, selbst wenn man selber meint "keine Farben zu sehen". Man mag vielleicht keinen Unterschied machen, ob die Person vor einem nun Vorfahren aus Afrika, Asien oder Südamerika hat, aber schon wenn man daran denkt, dass man da keinen Unterschied macht, hat man genau das schon gemacht. Ebenso ist es auch, dass man als blonde, weiße Frau durchaus auch einen "positiven" Rassismus bemerken kann, indem man z. B. bei Polizeikontrollen durchgewunken wird, während Personen mit anderem Aussehen grundsätzlich kontrolliert werden.
Manches was in diesem Buch beschrieben wird, mag man einfach nicht glauben und es trägt nicht gerade dazu bei, dass ich einen positiveren Eindruck des amerikanischen Rechtssystems erhalte. Aber leider ist es nach all dem was man im Zusammenhang mit der "black lives matters" Bewegung gehört hat nur allzu glaubhaft.
Nicht passend fand ich hier jedoch wie die Autorin das Buch beendet hat. Nachdem sie sich so ernsthaft mit diesem wichtigen Thema beschäftigt hat, hätte "Kleine große Schritte" einfach mehr verdient gehabt als ein kitschiges Hollywood-Happy-End und das hat mich in dieser schmalzigen Süße doch etwas enttäuscht zurück gelassen.
Aber bis dahin kann ich nur sagen, dass ich dieses Hörbuch absolut empfehlen kann und mir auch eine Verfilmung sehr gut vorstellen könnte, nachdem ich beim Hören schon immer Octavia Spencer in der Rolle der Ruth Jefferson vor Augen hatte.



So habe ich bewertet:




Und hier kann man das Hörbuch kaufen: Jodi Picoult: Kleine große Schritte


Weitere Informationen zum Hörbuch, den Sprechern und der Autorin finden sich auf der Homepage des Audiobuch Verlages.

Sonntag, 15. Oktober 2017

Der Gewinner der Verlosung zu Bad for you: Krit und Blythe von Abbi Glines

Der Gewinner zur Verlosung des Exemplares von "Bad for you: Krit und Blythe" von Autorin Abbi Glines steht fest!


3 Lose wurden geschrieben.


Limes schaut sich die Lose genau an.

Ein Los hat Limes ausgewählt.


Herzlichen Glückwunsch, FALKO!
Du bekommt eine E-Mail von mir zum Buchversand.

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Brigitte Riebe: Marlenes Geheimnis





Inhaltsangabe des Verlages
Marlene hat die Vertreibung aus der Heimat nach dem Krieg längst hinter sich gelassen. Vor mehr als siebzig Jahren begann sie mit ihrer Mutter Eva am Bodensee ein neues Leben. Eine florierende Schnapsbrennerei, die die Früchte der Region verarbeitet, ist ihr ganzer Stolz. Erst als ihre Nichte Nane kurz nach Evas Beerdigung die Aufzeichnungen der Großmutter liest, bricht die Vergangenheit ohne Vorwarnung herein. Und ein lang gehütetes Geheimnis kommt zutage …
 
"Marlenes Geheimnis" von Autorin Brigitte Riebe widmet sich hauptsächlich der Zeit des Nationalsozialismus ab ca. 1942 bis nach Kriegsende und wird in Form von schriftlichen Hinterlassenschaften von Eva Auberlin an ihre Enkelin Nane aufbereitet.
Die namensgebende Marlene tritt hierbei nicht als Erzählerin auf, sondern ist Bestandteil der Erzählung in der Vergangenheit und einzige aus dieser Zeit noch lebende Figur in der Gegenwart. Ich persönlich fand den Titel nicht gut gewählt, denn so ist dem Leser direkt klar, bei wem hier ein Geheimnis zu suchen ist und die Zusammenhänge können schon lange vor der eigentlichen Auflösung hergeleitet werden. Ich hätte daher ein neutraleren Titel in der Art von "Evas Erinnerungen" oder "Das tschechische Geheimnis" für besser befunden.
Mir hat der Teil in der Vergangenheit ausgesprochen gut gefallen, was besonders an der Figur der Eva liegt, die von Kindheit an begleitet wird und mit der man so sehr vertraut wird.
Den Anteil in der Gegenwart fand ich nicht ganz so gelungen, was hauptsächlich an den Figuren liegt. Marlene fand ich nur unzureichend beschrieben und irgendwie wird dies ihr nicht gerecht. Es gibt so viele andere Personen die sie mögen und schätzen, aber leider geht das aus den Szenen mit ihr überhaupt nicht hervor, im Gegenteil wirkt sie eher verschroben und unnahbar.
Ebenfalls nicht warm wurde ich mit Christiane Auberlin, genannt Nane, die in der Gegenwart die Hauptfigur ist und die auf die Reise in den Ort des Familienbetriebes begleitet wird. Hier wurde versucht das aktuell sehr angesagte Thema „burn out“ unterzubringen, was ich nur als misslungen bezeichnen kann. Einerseits betont Nane sich selber gegenüber immer wieder wie krank sie doch wäre und das sie dies erzählen müsste, aber andererseits hat sie nur eine Woche Urlaub genommen und scheint sich nicht mal in ärztlicher Behandlung zu befinden. Das fand ich nicht glaubhaft und auch nicht denen gegenüber fair, die ebenfalls damit kämpfen ernst genommen zu werden mit ihrer Erkrankung.
"Marlenes Geheimnis" widmet sich einem Kapitel der Geschichte, das auch gut zur heutigen Zeit passt. Denn nach Kriegsende waren die Deutschen und alle die auch nur entfernt damit zu tun hatten alles andere als gerne gesehen und so kam es zu großflächiger Vertreibung und Flüchtlingsströmen von Ost nach West die wenig gastlich willkommen geheißen wurden. Es wird auch ein sehr dunkles Kapitel der Kriegsgeschichte aufgegriffen und weitestgehend historisch korrekt wieder gegeben, der Rest ist dann der künstlerischen Freiheit geschuldet, aber wen die Details interessieren, der kann die Ortsnamen einfach mal nachschlagen. Nett wäre es natürlich gewesen, wenn die Autorin in einem Nachwort selber zu den historischen Fakten und der literarischen Fiktion Auskunft gegeben hätte, denn gerade bei historischen Romanen ist mir dies immer sehr wichtig.
Insgesamt gesehen fand ich "Marlenes Geheimnis" interessant, aber wenig überraschend.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Brigitte Riebe: Marlenes Geheimnis

Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Diana Verlages.

 

Dienstag, 10. Oktober 2017

Marc-Uwe Kling: QualityLand (dunkle Edition)





Inhaltsangabe des Verlages
Willkommen in QualityLand, in einer nicht allzu fernen Zukunft: Alles läuft rund - Arbeit, Freizeit und Beziehungen sind von Algorithmen optimiert. Trotzdem beschleicht den Maschinenverschrotter Peter Arbeitsloser immer mehr das Gefühl, dass mit seinem Leben etwas nicht stimmt. Wenn das System wirklich so perfekt ist, warum gibt es dann Drohnen, die an Flugangst leiden, oder Kampfroboter mit posttraumatischer Belastungsstörung? Warum werden die Maschinen immer menschlicher, aber die Menschen immer maschineller?
 
Gut, dass es in unserer Gegenwart noch nicht so ist wie in QualityLand, denn dann hätte ich jetzt ganz große Probleme. Bewertet man etwas mit einem anderen Wert als der vollen Punktzahl, dann hat das nämlich ziemliche Auswirkungen und benötigt langer Rechtfertigungen und Erklärungen.
Rechtfertigen und erklären will ich mich natürlich auch, aber der Unterschied ist eben, dass ich das freiwillig mache und nicht aus Zwang handle.
Zunächst einmal sollte man zu "QualityLand" von Autor Marc-Uwe Kling wissen, dass es zwei unterschiedliche Ausgaben gibt, die in Online-Shops einfach nur als "helle" und "dunkle" Ausgabe bezeichnet werden. Was dort jedoch nirgendwo steht ist, dass sich die Bücher nicht nur nach der Vorliebe des Einbandes unterscheiden, sondern auch inhaltlich voneinander abweichen. Die Grundhandlung ist zwar die gleiche, es gibt jedoch Unterbrechungen in der Art von Werbeblöcken, Artikeln und Kommentaren, die in den Versionen unterschiedlich ausfallen. "Hell" ist dabei die Ausfertigung für Optimisten und "dunkel" die für Apokalyptiker. In der Realität und ohne diese Unterscheidung zu wissen hätte ich mich für "dunkel" entschieden und da es in QualityLand keinen Irrtum gibt, ist das natürlich auch genau richtig so. Wer doch in die andere Version Einblick haben will, der kann das über einen QR-Code am Ende des Buches tun. Die Aufmachung des Buches mit abschließenden Kanten und Leineneinband gefällt mir sehr gut, wobei der schwarze Einband jedoch beim Lesen ein bisschen an die Fingerkuppen abgefärbt hat.
Das Wort, das in "QualityLand" am häufigsten vorkommt, dürfte wohl "OK" sein, denn das ist die Antwort auf alle Fragen und die einzige Option die einem vom System angeboten wird.
Erzählt wird die Geschichte aus drei Perspektiven, die gleichzeitig Einblick in unterschiedliche Gesellschaftsschichten bieten. Wir beginnen mit Peter Arbeitsloser, Sohn eines Arbeitslosen und ständig in Gefahr zu einem Nutzlosen für die Gesellschaft zu werden. Wir begleiten auch Martyn Vorstand, Sohn eines Vorstandsmitgliedes und daher von Geburt an erfolgreich. Und schließlich gibt es da noch John of Us, ein Androide mit der Ambition der nächste Präsident von QualityLand zu werden, denn Maschinen machen keine Fehler.
Am Anfang ist noch nicht klar, was diese Figuren miteinander zu tun haben und ihre Episoden bewegen sich nebeneinander her. Für Unterhaltung sorge bei mir insbesondere der Weltenaufbau, indem man durch viele kleine Anspielungen entdeckt, wie unsere bekannte Welt in "QualityLand" gewandelt wurde. Vieles davon entstammt einer noch weit entfernten Zukunft, aber manches ist auch schon in unserer Realität angekommen oder auf dem Sprung zu der in "QualityLand". Manches regt auch zum Nachdenken an, wenn beispielsweise der elektronische Fahrer des selbstfahrenden Autos erzählt, dass die Autos doch früher tatsächlich 96 % ihrer Zeit nur geparkt wurden und wie langweilig das doch für diese Autos gewesen sein muss. Beim Hormonchip für Kleinkinder mit dem diese über eine App ruhig gestellt werden, musste ich dann schon echt schlucken und hoffe das wird nicht Realität.
Marc-Uwe Kling ist hier vor allem eines: konsequent in der Umsetzung. Und das macht die Handlung für mich unterhaltsam, interessant und als Satire lesenswert.
Was mir hier jedoch fehlte um die schon oben erwähnte Höchstbewertung zu geben ist ein roter Faden in der Handlung der über den Weltenaufbau hinausgeht und den Leser auch so etwas wie ein Ziel erreichen lässt, sowie Figuren mit denen mich etwas verbindet. Leider war hier der Androide John of Us noch die Figur, die mich am meisten interessierte und das zeigt, dass die Menschen in diesem Buch Maschinen ähnlicher sind als die Maschinen selber und das trägt eben nicht unbedingt dazu bei, dass sie Sympathiefiguren sind.
Insgesamt gesehen hat mir "QualityLand" zwar als Satire und "erhobener Zeigefinger" unserer heutigen Gesellschaft gefallen, aber nicht vollständig als Roman mit lesenswerten Figuren überzeugt.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Marc-Uwe Kling: QualityLand (dunkle Edition)

Weitere Informationen zum Buch und zum Autor finden sich auf der Homepage des Ullstein Buchverlages.

Montag, 9. Oktober 2017

Theresa Carle-Sanders: Outlander - Das offizielle Kochbuch zur Highland-Saga

Inhaltsangabe des Verlages
Claire Beauchamp Randalls unglaubliche Reise aus dem Großbritannien der Nachkriegszeit ins Schottland des achtzehnten Jahrhunderts ist ein Fest für alle Sinne, und dabei bildet der Geschmack keine Ausnahme. Von Claires erster, einsamer Schale Porridge auf Burg Leoch bis zum dekadenten Rinderbraten nach ihrer überstürzten Heirat mit dem Highland-Krieger Jamie Fraser, von Zigeunereintopf und Marmeladentörtchen über Brathühnchen bis zu Buttermilchgebäck – diese köstlichen Gerichte führen auch den anspruchsvollsten Gaumen in Versuchung.

"Outlander - Das offizielle Kochbuch zur Highland-Saga" von Köchin und Bloggerin Theresa Carle-Sanders und mit einem Vorwort von Diana Gabaldon (Autorin der Highland-Saga) gefällt mir super!
Hier wurden auf über 330 Seiten 108 Rezepte aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammen getragen. Von Kapiteln zu den unterschiedlichen Fleischsorten, über Frühstück, zu Gebäck und Eingelegtem ist hier wirklich alles vertreten.
Dabei hat mir sehr gut gefallen, dass sich nicht nur auf eine Epoche beschränkt wird und lediglich Rezepte aus dem 18.Jahrhundert zu finden wären. Schließlich handelt es sich bei der Highlander-Saga um eine Zeitreisegeschichte und so finden sich hier auch moderne Adaptionen alter Gerichte und gänzlich moderne Kreationen oder auch ein Kapitel zu Pizza und Pasta.
Ich denke, dass ich kaum Unterweisung in der grundlegenden Küche benötige, aber wer darin noch nicht so versiert ist, findet auch dazu hier Tipps und Anleitungen. Für ein amerikanisches Kochbuch ist auch nicht selbstverständlich, dass die Mengenangaben nicht in Cups sind, sondern in Kilo und Gramm und das hilft mir persönlich auch sehr in der Umsetzung der Rezepte. Natürlich muss bei einem Kochbuch das "Outlander" im Namen trägt auch ein Bezug zur Buchreihe und Serie vorhanden sein. Unterstrichen wird das durch die schöne Buchaufmachung, die mir mit dem dicken Einband, dem Emblem auf dem Titel, den Farben und den zwei Lesebändchen sehr zusagt. 

Besonders sind jedoch auch die Namen der Gerichte, von Fionas Zimtscones, zu Fergus gerösteten Kartoffeln und Claires Brathähnchen oder Stephen Bonnets salzige Schokoladen-Brezel-Bällchen. Dabei wird auch jedes Rezept von einem umfangreichen Zitat begleitet, das inhaltlich zum Rezept passt, indem eine Variante des Gerichtes darin vorkommt oder aber die namensgebenden Personen.
Natürlich geht es bei einem Kochbuch auch immer darum, ob die Rezepte verständlich sind, die Mengenangaben stimmen und die Gerichte schmecken. Ich habe nun schon einiges ausprobiert (und noch viel mehr ist für die nächsten Wochen geplant) und mein positiver Eindruck wurde auch hier bestätigt. Mir gefällt, dass es hier Kombinationen gibt, auf die ich vorher noch gar nicht gekommen bin, z. B. bei der Würzung oder auch die Verwendung von Zutaten, an die ich mich vorher noch nicht so herangetraut habe, deren Handhabung aber mit dieser Beschreibung total einfach ist. Es gefällt mir auch sehr gut, dass unter jedem Rezept auch Abwandlungen vorgestellt werden oder Angaben zur Lagerung und Haltbarkeit zu finden sind.
Als letztes lasse ich nun noch ein paar Bilder für sich sprechen zu Gerichten die ich aus dem Buch zubereitet habe.

Shepherds's Pie:

Fionas Zimtscones:
Für Fans der Highland-Saga ist das Kochbuch eine sinnvolle Ergänzung und auch für Personen die mit der Reihe zwar nichts anfangen können, aber sich für schottisch-englisch-amerikanische Küche interessieren, ist das Kochbuch eine gute Investition.

So habe ich bewertet:





Und hier kann man das Buch kaufen: Theresa Carle-Sanders: Outlander - Das offizielle Kochbuch zur Highland-Saga

Weitere Informationen zum Kochbuch finden sich auf der Homepage des Zauberfeder Verlages.

Samstag, 7. Oktober 2017

KW40/2017 - Buchverlosung der Woche - Museum der Erinnerung von Anna Stothard

Es ist wieder soweit:
Ich starte eine neue Buchverlosung.



Ich verlose das Buch "Museum der Erinnerung" von Anna Stothard.

"Cathy ist neun, als sie Jack kennenlernt. Sie verbringen einen unbeschwerten Sommer an der englischen Küste miteinander. Cathy ist einundzwanzig, als sie aus ihrem Zuhause und vor einem Mann flieht, der Rache mit Liebe verwechselt. Cathy ist fast dreißig, als dieser Mann sie findet und ihre sorgsam aufbewahrten Erinnerungen für immer zu zerstören droht."


Das Buch ist neu und ungelesen.

Aus Kostengründen bitte ich um Verständnis, dass ich nur an Adressen in Deutschland versende!

Hinterlasst mir hier einen Kommentar wenn ihr in den Lostopf möchtet. Es ist auch möglich hier anonym Kommentare zu hinterlassen, aber auch in diesem Fall muss mindestens ein Name angegeben werden. Wer seine E-Mail Adresse nicht öffentlich angeben möchte, kann mir diese unter es.deh(at)gmx.de separat mitteilen (hierbei bitte kenntlich machen, zu welchem Kommentar die Adresse gehört). Einsendeschluss ist am Samstag, den 21.10.2017 um 20 Uhr. Der Gewinner wird ab dem 22.10.2017 bekannt gegeben. Wer seine E-Mail Adresse nicht angibt ist selber dafür verantwortlich von seinem Gewinn zu erfahren. Wenn ich bis zum zweiten auf die Auslosung folgenden Sonntag keine Versanddaten erhalten habe und nicht von einer Verzögerung (z.B. Urlaub) vorab erfahren habe, dann wird unter den übrigen Teilnehmern neu verlost.


Viel Erfolg! :-)

Donnerstag, 5. Oktober 2017

P.C. Cast: Moon Chosen - Gefährten einer neuen Welt

Mari ist eine Erdwanderin und Erbin der Begabungen und Heilkräfte ihrer Vorfahrinnen als Mondfrauen ihres Stammes. Aber sie sieht sich nicht in der Lage dieses Erbe anzunehmen, da ihre väterliche Abstammung ein Geheimnis ist, das sie zu einer Außenseiterin macht. Mari hat nicht nur die Macht den Mond zu beschwören wie es bei den Erdwanderinnen üblich ist, sondern fühlt sich auch zur Sonne hingezogen. Andere Clans stellen eine Gefahr für den Stamm dar und drohen alles zu zerstören. Doch auch der verfeindete Clan der sonnenanbetenden Gefährten hat mit Problemen zu kämpfen und Nik, der Sohn des Anführers muss sich in gefährliches Gebiet vorwagen. Mari muss sich nun entscheiden, ob sie bereit ist ihren Stamm zu retten oder ob es der Feind ist dem sie hilft.

„Moon Chosen – Gefährten einer neuen Welt“ von Autorin P.C. Cast ist ein außergewöhnlicher Auftakt einer neuen Reihe. Schauplatz ist eine dystopische oder postapokalyptische Welt, in der verschiedene miteinander verfeindete Clans ein isoliertes Leben führen. Die Erdwanderer sind ein Volk von Handwerkern, das sich in der Art von Gilden in Stämme aufteilt. Sie führen ein autarkes Leben und sind nicht auf den Handel mit anderen Clans oder Beutezüge angewiesen. Doch sie werden vom geheimnisvollen Nachtfieber befallen und verlieren den Lebenswillen (Frauen) oder die Selbstkontrolle (Männer) wenn sie nicht durch ihre Mondfrau alle paar Nächte gereinigt werden. Die Mondfrau des Weberstammes ist Leda, die mit ihrer 18jährigen Tochter Mari außerhalb lebt.
Auf der anderen Seite des angrenzenden Baches beginnt das Gebiet des Clans der Gefährten, in dem Menschen und Hunde ein lebenslanges Band miteinander eingehen und Energie von der Sonne beziehen. Hier lebt Nik, den bisher noch kein Hund zum Gefährten erwählt hat. Der Bach entstammt einem Fluss, an dem eine Stadt aus der Vorzeit liegt. Von hier beschaffen sich die Gefährten Metall und Glas zur Erweiterung ihrer eigenen Stadt im Wald. Doch hier lebt auch ein dritter Clan, der eine grausame Göttin anbetet und menschliche Opfer zu Linderung ihrer Qualen benötigt, hier liegt der Fokus auf einem Mann mit Namen Fahlauge.
Im Mittelpunkt der Ereignisse steht Mari, doch auch Nik nimmt einen großen Anteil ein und auch aus der Perspektive von Fahlauge und anderen wird erzählt.
Es ist eine komplexe Welt die die Autorin hier erschaffen hat und als Leser erhält man zunächst nur einen sehr kleinen Einblick. Erst nach und nach öffnen sich Türen und man erahnt wie hier die Zusammenhänge zu sehen sind. Es gibt unterschiedliche Erzählperspektiven, Clans, Orte und vor allem viele Namen. Man braucht daher am Anfang ein bisschen Zeit, bis man sich in dieser Welt orientieren und alle Personen richtig zuordnen kann. Gerade diese Komplexität hat mir jedoch gut gefallen und auch die unterschiedlichen Blickwinkel haben die Geschichte meiner Meinung nach sinnvoll ergänzt. Es mag noch nicht direkt alles offensichtlich sein, doch mit fortschreitender Handlung verknüpfen sich die Fäden miteinander und ergeben ein stimmiges Bild.
Mit den Figuren habe ich zu Beginn etwas schwer getan. Mari ist 18 Jahre alt, erweckt aber oft den Eindruck eines sehr viel jüngeren Mädchens. Auch Nik war mir am Anfang nicht ganz so sympathisch, da er doch sehr auf eine Sache fokussiert wirkte und dadurch wenig Raum für anderes blieb. Hier ist jedoch nicht nur ein langsamer Weltenaufbau zu beobachten, sondern auch eine allmähliche Entwicklung der Figuren, so dass ich mich zum Ende hin immer mehr mit der Geschichte anfreunden konnte und gespannt wartete wie es weiter geht. Dazu haben auch einige interessante Nebenfiguren beigetragen, die ebenfalls Tiefe erhalten und gerne begleitet werden.
Insgesamt gesehen hat mir das Buch sehr gut gefallen, auch wenn vielleicht die eine oder andere grausame Szene schockiert. Ich bin nun schon gespannt auf die Fortsetzung und hoffe wir müssen nicht allzu lange darauf warten. Empfehlen kann ich „Moon Chosen – Gefährten einer neuen Welt“ an alle Leser die Fantasygeschichten mit umfangreichem Weltenaufbau, unterschiedlichen Erzählperspektiven und vielen Figuren mögen.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: P.C. Cast: Moon Chosen - Gefährten einer neuen Welt

Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Fischer Verlages.

Dienstag, 3. Oktober 2017

Mara Lang: Almost a Fairy Tale - Verwunschen


Inhaltsangabe des Verlages:
Es war einmal ...
Aeromobile, Sicherheitsdrohnen und »Tischlein Deck Dich«-Fastfoodketten:
Die junge Magische Natalie lebt in einer modernen Märchenwelt, die nach höchstem technischen Standard funktioniert. Und auch wenn es Schlösser, Einhörner, Riesen – und Prinzen – gibt, ist alles Magische festen Regeln unterworfen.
Als Natalie ihr Herz an Prinz Kilian verliert und ihm in einer brenzligen Situation helfen will, benutzt sie verbotenerweise Magie. Damit bringt sie einen Stein ins Rollen, der nicht nur ihr Leben aus den Fugen geraten, sondern auch die Gesellschaft in ihren Grundfesten erschüttern lässt …

"Almost a Fairy Tale - Verwunschen" von Autorin Mara Lang ist keine typische Mädchen-trifft-Junge-Love-Story. Vielmehr ist es so, dass der Leser erst einsteigt, als Natalie und Kilian sich bereits ineinander verliebt haben und ein Paar sind. Doch Natalie hat da vergessen eine Kleinigkeit zu erwähnen. Auch wenn sie wie ein Mensch aussieht und ihre Familie sich als solche betrachtet, so ist sie doch eine Magische – wenn auch mit A-Klassifizierung, was ihrer Familie einige Privilegien einbringt. Bisher dachte Natalie auch, dass sie keine besonderen Talente für Magie hätte und wäre sowieso nicht auf die Idee gekommen Magie zu praktizieren, denn das ist strengstens verboten. Prinz Kilian arbeitet als Agent genau für die Behörde, die sich dem Schutz der Menschen vor allem Magischen verschrieben hat und deren oberster Anführer Der Mächtige ist, die einzige Person die in die Magienetze eingreifen darf. Doch als Natalie zur falschen Zeit am falschen Ort ist, versucht sie ein defektes Magienetz zu stabilisieren und macht dabei alles noch viel schlimmer. Ein Riese entkommt aus dem Zoo und hinterlässt eine Schneise der Zerstörung. Natalie wird von der Unschuldigen zur Gejagten und macht so auch andere auf ihre offensichtliche Affinität zur Magie aufmerksam. Von nun an ist nichts mehr wie es war.
Der Leser begleitet abwechselnd Natalie, Kilian und die weitere Hauptfigur Paige, die noch mal eine ganz anderen Hintergrund und eine neue Sichtweise mitbringt.
Besonders Paige hat mir hier sehr gut gefallen und ist mit ihrer Schwester Jolly einer meiner Lieblinge. Ich fand es auch sehr schön, wie hier Verbindungen zu bekannten Märchen in der Geschichte untergebrachte wurden und welche (ein paar Jahre in der Zukunft liegende) Welt die Autorin als Alternative zu unserer Gegenwart entworfen hat. Die Magie hat neben aus Märchen bekannten Wesen auch neue Technologien und Geschäftsideen hervorgebracht, die mich beim Lesen immer wieder fasziniert haben. Natalie ist keine unfehlbare Heldin, sondern wird vor sehr große Herausforderungen gestellt, an denen sie zu zerbrechen droht. Ich finde es zwar auch nicht sehr glaubhaft, wenn der Prinz sofort die Prinzessin rettet und sich alles in Wohlgefallen auflöst, aber hier war mir das schon fast etwas zu negativ gestaltet, vor allem, da der Mittelteil der Geschichte für mich deutliche Längen aufwies und ich erst wieder gegen Ende so richtig von der Handlung eingenommen wurde.
Für mich sind noch einige Fragen offengeblieben, die den Weltenaufbau betreffen. Denn so gibt es zwar die uns bekannten Länder, jedoch nicht die Städte und mir fehlte es daher etwas an der räumlichen Orientierung.
Denkt man daran, dass hier Märchen adaptiert wurden, so sollte man eher die ursprünglichen Versionen (die um einiges brutaler waren, als das was in unseren Kinderbüchern gelandet ist) als Vorbild sehen und weniger an romantische Prinz-liebt-Aschenbrödel Varianten glauben. Denn auch wenn es sich hier um ein Jugendbuch handelt soll, so gibt es doch ziemlich viele Gewalt- und Actionszenen, die dann doch eher einem beliebigen Abenteuerbuch entsprungen sein können und weniger einem romantischen Schmöker. Gefallen hat mir jedoch auch, dass die Autorin hier auch Kritikpunkte an der Gesellschaft mit einbringt, die durchaus auch in unserer Welt zum Nachdenken anregen. Natalie muss sich ihre eigene Meinung bilden und so wie sie einige Missstände aufdeckt, so kann auch der Leser mit ihr zusammen lernen.
Insgesamt gesehen hat mir "Almost a Fairy Tale - Verwunschen" gut gefallen, besonders such die Einbeziehung der Märchenelemente, und ich bin gespannt was sich die Autorin für die Fortsetzung überlegt hat.

So habe ich bewertet:



Und hier kann man das Buch kaufen: Mara Lang: Almost a Fairy Tale - Verwunschen 

Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Ueberreuter Verlages.

Montag, 2. Oktober 2017

Mark Billingham: Love like blood

Inhaltsangabe des Verlages:
London. In einem friedlichen Wohnviertel wird eine Frau in ihrem eigenen Haus mit Säure begossen und brutal ermordet. Der Polizei fehlt jede Spur. Niemand scheint einen Grund gehabt zu haben, der Lehrerin etwas anzutun. Ihre Lebensgefährtin hingegen war Polizistin und ermittelte in einer Reihe ungelöster Fälle, die alle auf organisierte Ehrenmorde hindeuteten. War sie das eigentliche Ziel der Täter? DI Tom Thorne übernimmt die Ermittlungen und betritt eine gefährliche Welt, in der Familien ihre eigenen Gesetze haben. Thorne setzt alles daran, zu verhindern, dass Eltern im Namen der Ehre zu Mördern ihrer eigenen KInder werden - und muss erfahren, was es bedeutet, wenn Liebe zu Blut gerinnt.

Ich habe "Love like Blood" von Autor Mark Billingham als Hörbuch gehört. Gelesen wird es von Uve Teschner, dessen ungewöhnliche Stimme sehr gut zu diesem Kriminalfall passt.
Ich habe zuvor noch kein Buch des Autors gelesen oder gehört, aber wenn ich das richtig gelesen habe, dann ist "Love like Blood" bereits das 14. Buch rund um den Ermittler Tom Thorne. Alle die sich nun vielleicht abgeschreckt fühlen, kann ich jedoch direkt beruhigen, denn ich hatte den Eindruck, dass man das Buch/Hörbuch auch sehr gut ohne Vorwissen aus den vorherigen Bänden genießen kann. Zwar hat man dann nicht detaillierte Informationen über die Entwicklung der Figuren (z. B. über Tom und seine Lebensgefährtin), aber es wird genug an Hintergrundinformationen mitgegeben, dass man nicht als verwirrter Leser dasteht.
Thematisch widmet sich die Handlung einem Thema, das besonders in den letzten Jahren immer mal wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt ist. Es geht um sogenannte „Ehrenmorde“ in den Gemeinden der Hindus, Sikhs und Muslime. Angehöriger dieser Glaubensgemeinschaften, die einen vermeintlichen lockeren Lebenswandel führten, sich zu westlich verhielten oder einfach nun nicht gemäß den Wünschen ihrer Gemeinschaft, wurden tot aufgefunden. Familienangehörige stehen im Verdacht die Morde beauftragt zu haben, doch dies zu beweisen ist nahezu unmöglich.
Die Polizistin Nicola Tanner ermittelte in solchen Fällen und hat nun den Verdacht, dass sie zum Schweigen gebracht werden sollte und irrtümlich ihre Lebensgefährtin an ihrer Stelle sterben musste. Sie bittet DI Thorne um Mithilfe, da sie auch einen seiner alten Fälle unter den Ehrenmorden vermutet.
Mir hat hier gut gefallen, dass nicht viel Zeit mit Vorgeplänkel vertan wird, sondern man direkt mitten im Fall startet. Das Erzähltempo wird hoch gehalten und so kommt auch beim Hören keine Langweile auf. Da hier auch aus einer Täterperspektive erzählt wird, ist man als Leser den Ermittlern teilweise voraus, doch der Autor versteht es dennoch seine Leser noch mit einer Wendung zu überraschen.
Schade ist nur, dass hier doch ziemlich viele Stereotypen herhalten müssen und daher dem Thema nicht so eine Tiefe gegeben wird, wie ich es mir noch gewünscht hätte.
Insgesamt gesehen vermag "Love like Blood" jedoch gut zu unterhalten und kann daher an alle empfohlen werden, die moderne englische Krimis mögen.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Hörbuch kaufen: Mark Billingham: Love like blood

Weitere Informationen zum Hörbuch, Autor und Sprecher finden sich auf der Homepage des Jumbo Verlages.

Sonntag, 1. Oktober 2017

Caroline Brinkmann: Die Perfekten


Inhaltsangabe des Verlages:
Rain ist ein Ghost. Sie lebt außerhalb des Systems. Seit ihrer Geburt ist sie auf der Flucht vor den Gesegneten, einer perfekten Weiterentwicklung der Menschen, die mit eiserner Hand regieren und das Volk unterdrücken. Rain weigert sich jedoch, sich ein Leben lang zu verstecken, und begeht einen fatalen Fehler. Sie bricht die wichtigste Regel der Ghosts: Vertraue niemandem!


"Die Perfekten" von Autorin Caroline Brinkmann ist der Auftaktband einer mit zwei Bänden geplanten Reihe. Es handelt sich hier um eine dystopische Welt, in der alleine die Gene über die Position der Menschen in der Gesellschaft entscheiden. Die Welt Hope ist unterteilt in Zirkel, die jeweils auf einen Bereich wie z. B. Landwirtschaft, Wissenschaft oder Industrie spezialisiert sind. Die Hauptfigur Rain lebt im Zirkel Grey, der leider wie der Name schon sagt recht farblos ist und durch seine vielen Fabrikschlote giftige Dämpfe in die Luft abgibt. Das Leben in Grey ist daher schon dann nicht einfach, wenn man zur privilegierten Gruppen der G1 gehört. Ist man nur eine G2, so hat man schon kaum Chancen in einen anderen Zirkel wechseln zu dürfen und als G3 wird man nur als Belastung für die Gesellschaft angesehen. Doch Rain würde selbst alles dafür tun nur eine G3 zu sein, denn sie ist eine Ghost. Ein Kind, das illegal geboren und damit nicht als G registriert wurde. Ghosts haben kein Recht auf Schulbildung oder auch nur auf einen Wohnort, sie werden gejagt und gelten als Ursprung von Seuchen. Gemeinsam mit ihrer Mutter Storm ist Rain daher ständig auf der Flucht.
Mir hat die Figur der Rain sehr gut gefallen. Sie ist ein starker Charakter, der jedoch seinen eigenen Kopf hat und wenig darauf gibt was andere denken. Besonders wichtig fand ich hier jedoch auch die Nebenfiguren, die Wichtiges zu Geschichte beitragen und noch einmal andere Aspekte abdecken. Unter ihnen habe ich auch zwei Figuren gefunden, die ich besonders gerne mochte.
Mir hat auch gefallen, dass sich die Figuren mit echten Gewissensfragen auseinander setzten müssen und man sich so auch als Leser fragt, ob man in dieser Situation ebenfalls so entschieden hätte. Es geht dabei um Themen, die durchaus auch in unserer heutigen Gesellschaft eine Rolle spielen und so fand ich diesen Aspekt gerade mit Blick auf eine jugendliche Leserschaft sehr gut. In diesem Zusammenhang spielen Gewalt und Tod durchaus eine Rolle und darauf sollte man daher beim Lesen vorbereitet sein. Wer allerdings „Panem“ mochte und wen es da nicht gestört hat der wird auch hier nicht geschockt sein.
Mein einziger Kritikpunkt ist, dass es mir zum Ende hin fast etwas zu schnell ging, aber da es noch einen zweiten Teil geben wird, hoffe ich, dass dort noch auf einiges eingegangen wird.
Insgesamt gesehen kann ich "Die Perfekten" an alle Leser empfehlen, die Dystopien  mögen und davon einfach nicht genug bekommen können.


So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Caroline Brinkmann: Die Perfekten

Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Lübbe Verlages.